Was verursacht Bitcoins extreme Volatilität?

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Das Auf- und Ab des Bitcoin-Kurses ist oft unvorhergesehen und geht rasant vonstatten. Bislang gibt es für diese Schwankungen keinen allgemein anerkannten Index, denn die Kryptowährung als eigene Asset-Klasse steht noch am Anfang. Eins ist jedoch sicher: Bitcoin ist volatil. Innerhalb nur eines Tages kann der Kurs mit Ausschlägen von bis zu 40% in beide Richtungen aufwarten. Grund hierfür sind viele Faktoren; in diesem Artikel widmen wir uns den fünf größten Einflussnehmern auf die Sensibilität des Bitcoin-Kurses.

1. Die Presse: Der Hype durch die Medien wirkt sich deutlich auf  den Bitcoin-Kurs aus und treibt den Preis noch weiter in die Höhe. Unerfreuliche Neuigkeiten können den Kurs wiederum schnell drücken. So verunsichern zum Beispiel Sicherheitslücken in der Blockchain oder Diebstähle aus Bitcoin-Wallets Investoren und können sich als Abwärtstrends niederschlagen. Akzeptieren jedoch beispielsweise Regierungen Bitcoin als offizielle Währung oder verkünden, dass die digitale Währung unter offizielle Regularien fallen darf, steigt in der Regel auch der Kurs.

2. Unsicherheiten: Manche Eigenschaften von Bitcoin erinnern an eine Commodity – jedoch eine weitaus volatilere und nochdazu immaterielle. Das Mining von BTC ist auf 21 Millionen begrenzt und kann von Regierungen, in deren Interesse niedrige Inflationsraten, hohe Beschäftigungszahlen und beständiges Konjunkturwachstum stehen, nicht beeinflusst werden. Wann immer globale Wirtschaftsschwankungen die Forex-Märkte pessimistisch stimmen, kann es deswegen passieren, dass Investoren stärker auf Bitcoin setzen, was den BTC-Kurs in die Höhe schnellen lässt.

3. Der gefühlte Wert von Bitcoin: Die Wertschwankungen von Bitcoin haben auch damit zu tun, wie die intrinsischen Werte der Währung wahrgenommen werden. Dabei geht es einerseits um ihre Eigenschaften als Wertanlage und andererseits um ihre Eignung zum Transfer. Als Wertanlage kann man Assets verstehen, die sich langfristig halten, handeln und für Güter und Dienstleistungen eintauschen lassen. Die Frage der Übertragbarkeit beschäftigt sich damit, wie leicht sich Bitcoin als Eigentum von einer Entität an jede weitere überschreiben lässt. Seine heftigen Kursschwankungen lassen BTC als stabile Wertanlage noch fragwürdig aussehen – seine Übertragbarkeit verspricht dagegen nahezu reibungslos möglich zu sein.

4. Staatliche Regulierung: Sobald sich Finanzbehörden zur Regulierung digitaler Währungen äußern, schlägt sich das im BTC-Preis nieder. Wann immer sich Staaten entscheiden, den Handel mit Bitcoin einzuschränken, sind die Preisschwankungen besonders drastisch. Ein zusätzlicher wichtiger Faktor für BTC-Schwankungen ist das Thema Versteuerung. Als beispielsweise die US-Steuerbehörde IRS ankündigte, die Währung als zu versteuerndes Asset anzuerkennen, machte sich starke Volatilität im BTC-Kurs bemerkbar. Grundsätzlich lässt sich dagegen sagen, dass Aussagen über die Anerkennung der Währung positive Kursveränderungen nach sich ziehen.

5. Innovation: Technische Neuerungen und Innovationen können den Bitcoin-Preis ebenfalls beeinflussen. Große Aufmerksamkeit und neues Interesse an digitalen Währungen erzeugte beispielsweise die Integration von Bitcoin beim Zahlungsanbieter PayPal. Blockstream stellt eine weitere Innovation dar, deren zusätzlichen Funktionen wiederum Treibkraft für den BTC-Kurs werden könnten.

Sources: Investopedia, total bitcoin.org

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