Von Cambridge Analytica zu Hassbotschaften – Hat Facebook bei all diesen Skandalen noch eine Chance?

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Der Weltkonzern Facebook (FB) – eine halbe Milliarde schwer und derzeit hauptsächlich abhängig von personenbezogenen Nutzerdaten – wird sich ab dem 25. Mai einer neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) stellen müssen! Durch die neuen strengeren Richtlinien zur Kontrolle, Löschung und Nachverfolgbarkeit sowie der Weiterverarbeitung der Daten und dem Einwilligungsstandard der Nutzer, wird mit einem signifikanten Rückgang des Durchschnittsumsatzes pro Nutzer und Unternehmensgewinns gerechnet.

Facebooks derzeitige Methoden zur Datenerhebung und -nutzung werden nach der neuen Datenschutzgrundverordnung definitiv überholt werden müssen. Warum aber stellt die neue Verordnung Facebook vor so große Schwierigkeiten? Facebook kämpft derzeit an verschiedenen Fronten um seinen Ruf: Der Skandal um Cambridge Analytica war dabei zwar der wohl größte aber nicht der einzige Fehltritt, den sich das Unternehmen in der letzten Zeit leistete…

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Cambridge Analytica
An der Seite der Wahlberaterfirma Cambridge Analytica mit Sitz in London muss sich auch der Netzwerkgigant schweren Vorwürfen der Erhebung und des Missbrauchs personenbezogener Nutzerdaten stellen. Schätzungen zufolge soll Facebook die Daten von über 87 Millionen Usern ohne deren konkrete Zustimmung freigegeben haben. Die Vorwürfe gipfeln in der Frage, ob diese Daten daraufhin genutzt wurden, um die amerikanische Präsidentschaftswahl im Jahr 2016 sowie die Brexit-Abstimmung zu beeinflussen.

Washingtons Politiker forderten eine sofortige Stellungnahme Zuckerbergs vor dem US-Kongress. Nach zunächst bedeutungsschwerer Stille, bezog Zuckerberg am 11. April in Capitol Hill gegenüber dem US-Kongress in einer stundenlangen Befragung Stellung zur Privatsphäre, Russland, Algorithmen und weiteren Themen. Einige Punkte überging Zuckerberg mit dem Verweis auf einen „Folgebericht durch sein Team“.

Speicherung gelöschter Videos
Als Wiedergutmachung für den Cambridge Analytica-Skandal durften Nutzer ihr persönliches Facebook-Datenarchiv herunterladen. Doch schaufelte sich Facebook mit diesem Angebot nur ein weiteres Grab: Als bekannt wurde, dass Videos, die Nutzer zuvor aus dem Netzwerk gelöscht hatten, immer noch im Archiv von Facebook gespeichert waren, war der Aufschrei groß! Facebook entschuldigte die Speicherung dieser Videos als versehentlichen „Bug“.

Zuckerbergs Nachrichtenverlauf
Angeblich können Facebook-Nutzer ihre Nachrichten nicht aus der Inbox löschen. Zuckerberg selbst hat, laut TechCrunch, allerdings doch einen Weg gefunden, zumindest seine persönlichen Nachrichten zu entfernen. Bei der Durchsicht alter Nachrichten seien nur noch die Antworten der Personen, mit denen Zuckerberg kommuniziert hatte, zu sehen gewesen. Nicht aber Zuckerbergs Nachrichten selbst. Facebook rechtfertigte dies als unternehmensinterne Sicherheitsmaßnahme. Am Freitag gab Facebook bekannt, dass innerhalb der nächsten Monate ein „Unsend“-Feature eingeführt werden soll. Zudem werde Zuckerberg der Zugriff auf dieses Feature solange verwehrt, bis es allen Usern zur Verfügung stehe.

Unterstützt Facebook Hassreden in Myanmar?
Mitte April kam Zuckerberg nach einem Interview mit Ezra Klein von Vox erneut ins Kreuzfeuer der Kritik: Durch die Erkennung von Bildern, Videos und anderen Dokumenten, die über den Messenger verbreitet wurden, soll Facebook dabei geholfen haben, der Anti-Rohingya Propaganda ein Ende zu setzen. Zuckerberg sagte: “In such cases, our systems can detect what’s going on. We stop those messages from going through.” („In solchen Fällen schlagen unsere Systeme an. Derartige Nachrichten unterbinden wir.“ Übersetzung der Autorin)

Sechs Organisationen aus Myanmar wandten sich daraufhin in einem Schreiben an Zuckerberg, in dem sie die Aussagen des CEOs als verfälschte Tatsachen zurückwiesen. Sie gaben an, dass es eine solche Meldefunktion – zumindest auf der Messenger-Plattform in Myanmar – gar nicht gebe. Das Schreiben hob weiterhin hervor, dass besagte Hassbotschaften binnen kürzester Zeit an extrem viele Menschen verbreitet wurden.

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Quellen: Seeking Alpha, Fortune, CNBC

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