Brexit-Bericht: Mays jüngste Niederlage fordert ihren Tribut

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Auch im weiteren Wochenverlauf könnte der Sterling auf die jüngsten Brexit-Entwicklungen sensibel reagieren. Erst gestern hatte die britische Premierministerin Theresa May eine herbe Niederlage gegen die Brexit-Gegner erlitten: Sollte eine Einigung mit der EU scheitern, zwingen die konservativen Gegner May zu einem Rückzug und sprechen dem Parlament mehr Entscheidungsmacht beim Brexit-Austritt zu.

Möchte May auch weiterhin die Oberhand behalten, dürfte sie nun eher die Deadline einhalten, zu der eine Einigung mit Brüssel vorzuliegen hat. Und auch ihre Minister müssen innerhalb der nächsten Tage ihre Konzessionen ausformulieren. Sollte May und ihre Ministerriege nicht mit konkreten Antworten vortreten, setzt sie ihre Kontrolle über die Brexit-Verhandlungen aufs Spiel. Nicht zuletzt drohen Gegner aus dem Tory-Lager mit einem Stimmverlust aus dem Unterhaus, der May erheblich schwächen würde.

Doch nicht nur ihre Gegner legten May im House of Commons Steine in den Weg. Um 7 Uhr am Dienstagmorgen erreichte sie zudem eine Rücktrittserklärung von Unterstaatssekretär Phillip Lee. Lee erklärte seinen Abtritt mit den Worten, die Regierung ignoriere in ihrem Umgang mit dem Brexit die „parlamentarische Souveränität“.

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Zum Ende der Gespräche konnte May alle bis auf zwei ihrer Abgeordneten überzeugen, sie bei der entscheidenden Abstimmung in Westminster zu unterstützen. Sie macht allerdings immer mehr den Eindruck zur Marionette sich bekriegender Konservativer zu werden. Sollte May bis November keine Einigung mit der EU abschließen, ist sie an einen strengen Zeitplan gebunden, innerhalb dessen sie ihre Vorschläge einbringen und diese daraufhin dem Parlament zur Abstimmung vorlegen muss.

Konnten ihre Gegner, in Zusammenarbeit mit der Labour-Partei, May bereits am Dienstag dazu zwingen, ihre Karten zu einem möglichen Brexit-Deal offen zu legen, werden sie es definitiv wieder tun. Allmählich scheint es immer wahrscheinlicher, dass sie May in einen wesentlich seichteren Brexit hineinreden, als diese ursprünglich geplant hatte – wenn sie es überhaupt schafft, lange genug die Oberhand zu behalten.

Die jüngsten Brexit-Entwicklungen haben sich definitiv auf das sensible GBP niedergeschlagen, das sich in den vergangenen Wochen nur mit Mühe über der $1,33-Marke halten kann. Zudem setzt den Sterling diese Woche auch eine ganze Reihe wichtiger britischer Wirtschaftsdaten unter Druck. In der Ratssitzung der Bank of England in der kommenden Woche stehen derzeit alle Zeichen auf „keine Änderung“ am Leitzins. Offensive Forderungen einer Zinssteigerung um 0,25% für August könnten den GBP-Paaren allerdings dringend benötigte Unterstützung geben.

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Quellen: Independent, Bloomberg

*Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel nicht als Anlageempfehlung oder Vorschlag einer Investmentstrategie hinsichtlich eines Finanzinstruments zu verstehen ist.

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